Mein bevorzugtes Programm zum Auslesen von Audio-CDs (SoundJuicer) erzeugt MP3-Dateien mit variabler Bitrate. Teile des Musikstücks die z.B. nur Stille enthalten werden mit einer geringeren Bitraten gespeichert als solche Teile, die hohe Qualität erfordern. Dadurch lässt sich bei höherer Qualität eine annehmbare Dateigröße erreichen. Leider errechnen viele Wiedergabe-Programm die Länge einer Audio-Datei mit Hilfe der ersten gefundenen Bitrate, was bei VBR zu falsch angezeigten Längen führt. Abhilfe schafft unter Ubuntu das Konsolenprogramm „vbrfix„. Es fügt einen VBR-Null Frame ein, so dass die entsprechenden Programme korrekte Längen anzeigen.

Das Tool wird wie folgt angewendet:

Öffnet ein Terminal und navigiert in das Verzeichnis, in dem die entsprechenden MP3s liegen. Jetzt führt folgendes Kommando aus:

$ for i in *.mp3; do vbrfix "$i" "$i"; done

Das Kommando nimmt alle mp3-Dateien des Verzeichnisses und steckt sie in vbrfix. Dabei wird sowohl als Eingabe- wie auch als Ausgabe-Datei die Ursprungsdatei angegeben. Somit wird also die ursprüngliche Datei überschrieben. Wollt ihr auf Nummer sicher gehen, solltet ihr also die Originaldateien an anderer Stelle sichern oder das folgende, angepasste Kommando verwenden, das die veränderten Dateien als ‚Dateiname_fixed.mp3‘ abspeichert.

$ for i in *.mp3 do; vbrfix "$i" "${i/.mp3/_fixed.mp3}"; done
MP3s mit variabler Bitrate (vbr) für Rhythmbox reparieren
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2 Gedanken zu „MP3s mit variabler Bitrate (vbr) für Rhythmbox reparieren

  • Donnerstag, der 23. Mai 2013 um Donnerstag, der 23. Mai 2013
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    Vielen Dank. Ist ein nützliches Tool. So kann Kapazität niedrig gehalten werden und gleichzeitig die Qualität erhöht.

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    • Mittwoch, der 29. Mai 2013 um Mittwoch, der 29. Mai 2013
      Permalink

      Schön, dass ich dir mit dem Bericht über das Tool weiterhelfen konnte. VBR ist schon eine tolle Sache. Wenn ich an meine MP3s von vor 10 Jahren denke, dreht sich mir der Magen um 🙂 Weniger als 192kbps geht wirklich nicht.

      Antworten

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