Als am Donnerstag das neue Ubuntu erschien, dachte ich mir: „testen wir das doch einfach mal, schließlich ist ja noch eine Partition frei auf deinem Netbook“.Gesagt getan, also kurzer Hand das NBR-Image (Netbook-Remix) heruntergeladen und installiert. Die einzige Veränderung zum normalen Ubuntu – die ich zumindest feststellen konnte – war das Netbook-Menü. Wem es gefällt, der soll es benutzen, bei mir zumindest wurde gleich wieder die Standard-Oberfläche aktiviert.

Installation

Die Installation vom USB-Stick verlief wie gewohnt recht einfach und komfortabel. Da ich direkt einen Treiber für mein WLAN-Modul angeboten bekam konnte ich schon während der Installation surfen und testen, allerdings benötigt die NBR-Installation (im Gegensatz zu anderen Versionen oder Distributionen) keine zusätzlichen Daten. Nach wenigen Minuten vermeldete der Installer, dass er fertig sei und dass ich nun neustarten könne. Wieder gesagt getan und fertig. Ubuntu 8.10 wurde einwandfrei erkannt und in den Grub eingetragen und startet auch weiterhin problemlos. Zum Installer sei noch gesagt, dass man sich schon ein bisschen mit Partitionierung auskennen und die Orte, an denen die eigenen Daten liegen, gut kennen sollte, da man die Partitionierung von Hand eintragen sollte. Hier patzt der Installer meiner Meinung nach noch und bietet oft vollkommen unsinnige Vorschläge an.

Eine Beichte am Rande: Ich legte unter 9.04 den gleichen Benutzer an, der auch schon unter 8.10 vorhanden war und mountete die /home-Partition des alten Systems im neuen. Man könnte sagen, ich sei ein bisschen zu mutig, aber es lief alles ohne Probleme, die Versionssprünge waren wohl nicht all zu groß.

Das System

Was mir als erstes auffiel, war die wesentlich bessere Bootzeit. Ich habe es zwar noch nicht mit der Uhr gestopt, aber irgendwo in den Weiten des WWW habe ich von einer bis zu 20% besseren Startzeit (19s im Gegensatz zu 24s) gelesen. Ob der neue Bootscreen hübscher ist als der alte, lässt sich jetzt nicht sagen, denn viel Unterschied besteht nicht. Wesentlich besser sieht auf jeden Fall der Login-Screen aus. Hier war wohl jemand mit etwas mehr Geschmack als zuvor am Werk. Sowohl Login-, als auch Bootscreen wurden bei mir allerdings direkt durch meine „Lenovo-S10e“-Editionen ausgetauscht, die ich im Laufe der nächsten Tage noch hier zur Verfügung stellen werde.

Optisch hat sich (bis auf die eben erwähnten Details) nicht viel geändert. Lediglich ein einheitliches Meldungssystem und einiges Unwichtiges kam hinzu. Das Meldungssystem verhält sich jedoch nur auf meinem Desktoprechner korrekt, auf dem S10e fiel es schon mindestens einmal aus.

Update oder Neuinstallation?

Auf dem S10e wagte ich kein Update, denn dort liegen meine Daten und ich brauche es zu oft. Auf meinem Desktop-PC jedoch laufen derzeit mehrere Systeme, daher konnte ich hier experimentierfreudig sein. Meine Sorgen, dass das Update mein System lahmlegen oder zumindest teils beschädigen würde, war unbegründet. Alles lief super und ich hatte keinerlei Probleme. Ob es daran liegt, dass die Updatefunktion inzwischen recht ausgereift ist, oder daran, dass ich einfach nur Glück hatte, lässt sich wohl nicht herausfinden.

Fazit

Das neue Ubuntu ist nicht viel anders als sein Vorgänger, aber insgesamt einen Tick besser, schöner und schneller. Ein Umstieg scheint sich also zu lohnen.

Ubuntu 9.04

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